Geschichte der Waidhäuser

Die Waidhäuser wurden 1482 erbaut. Das eine Haus wurde für die Lagerung von „Waid“ genutzt, das zweite, direkt angrenzende Haus, zur Lagerung von Getreide. Mit der Waidpflanze, aus der die blaue Farbe für Blaudrucke gewonnen wurde, betrieben die Augustinermönche Handel. Dieser Handel war für die Mönche sehr wichtig, da sie damit einen Teil ihres Lebensunterhaltes erwirtschafteten. Das Getreide wurde (wahrscheinlich) überwiegend für den Eigenverbrauch verwendet. Zu Hochzeiten lebten im Augustinerkloster ca. 74 geweihte Mönche und ca. 70 Laienmönche.

Nach der Säkularisierung des Klosters 1559 wurden die Häuser für Schulzwecke umgebaut.

Beide Gebäude wurden bei dem furchtbaren Bombenangriff am 25. Februar 1945 völlig zerstört.

2006 begannen die denkmalpflegerischen Maßnahmen sowohl an den alten Grundmauern der ehemaligen Waidhäuser, als auch an der historischen Klostermauer zur Süd- und Westseite.

Der Wiederaufbau des Gebäudes begann am 23. Juli 2007. Am 14. September 2008 konnte das neue Gebäude in den Dienst genommen werden.

Alle denkmalpflegerischen Maßnahmen wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie ausgeführt.